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Foto: Fchristian, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Göttinger Wald

Göttinger Wald
 Nörten-Hardenberg
 Ebergötzen
 Waake
 Mackenrode
 Groß Lengden
 Gartetal
 Wendebachtal
 Ischenrode
 Ballenhausen
 Groß Schneen
 Ludolfshausen
 Reiffenhausen

Der Göttinger Wald umfasst die Felsgebiete nördlich, östlich und südlich von Göttingen. Neben zahllosen kleineren und größeren Naturfelsen, finden sich hier eine größere Anzahl von ehemaligen Steinbrüchen, in denen Buntsandstein zum Bau von Kirchen, Häusern und Klöstern abgebaut wurde.

Erst gegen Ende der 70er Jahre wurde das klettersportliche Potenzial des Göttinger Waldes richtig erkannt. Insbesondere die offengelassenen Sandstein-Steinbrüche bieten heute, aufgrund ihrer Höhe, Gesteinsqualität und Geschlossenheit der Wände, zahlreiche Kletterrouten von überregionaler Bedeutung. Neben Ith, Selter und Okertal zählt daher der Göttinger Wald zu den bedeutendsten Klettergebieten in Norddeutschland.

Naturschutz & Kletterregelungen

Im Göttinger Wald sind zwei größere Flächen als FFH-Gebiete gemeldet, innerhalb derer eine ganze Reihe der hier beschriebenen Klettergebiete und -felsen liegen. Des weiteren sind weite Bereiche des GÖ-Waldes als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen (u.a. Rotmilan, Wanderfalke).

Um den notwendigen Schutz der Felsen und der Brutplätze zu gewährleisten, wurde am 06. September 2006 eine Vereinbarung mit der Landesforstverwaltung und dem Landkreis Göttingen unterzeichnet. Im Vorfeld wurden eine ganze Reihe von Felsen und Steinbrüchen gutachterlich untersucht und für diese konkrete Kletterregelungen ausgearbeitet. Die Regelungen sind in einer Kletterkonzeption fixiert, welche Bestandteil der Vereinbarung ist.

Vereinbarung Göttinger Wald  (pdf: 237 kb)
Kletterkonzeption Göttinger Wald  (pdf: 675 kb)

Die vereinbarten Kletterregelungen sind auch den oben aufgeführten Gebietsseiten zu entnehmen. Für die mit gekennzeichneten Klettergebiete und -felsen wurde ein genereller Kletterverzicht vereinbart; die mit gekennzeichneten können weiterhin beklettert werden, unter Berücksichtigung der in der Konzeption aufgeführten Regelungen.

Des weiteren bitten wir alle Kletterer sich an die nachfolgend genannten Regelungen zu halten:

Vogelschutz im Göttinger Wald – Sperrungen ab 01. Februar
Im Göttinger Wald sind aus Vogelschutzgründen in jedem Jahr einige Felsen ab dem 01. Februar für das Beklettern ganz oder teilweise gesperrt. Sperrungen von Brutfelsen ab 01. Februar im Gebiet von Ebergötzen und im Gartetal. Bitte Ausschilderung beachten! Nicht bebrütete Felsen werden nach Abstimmung mit dem zuständigen Beauftragten für Vogelschutz vorausichtlich im April wieder freigegeben, die übrigen nach dem Ausfliegen der Jungvögel (Ende Juni bis Ende Juli).

Archäologie

Bei vielen Naturfelsen im Göttinger Wald, darunter auch bedeutende Kletter- und Boulderfelsen, handelt es sich um kulturhistorisch wertvolle Standorte und Bodendenkmale, die dem Denkmalschutz unterliegen. Gemäß dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz dürfen diese Denkmale nicht zerstört, gefährdet oder so verändert oder von ihrem Platz entfernt werden, dass ihr Denkmalwert beeinträchtigt wird.

Eingriffe in die Bodensubstanz sowie Veränderungen von Felsstrukturen sind dem entsprechend verboten! Wir bitten Euch daher dieses strikt zu berücksichtigen und uns zu informieren, falls Ihr von solchen Vorkommnissen Kenntnis erlangt.

Nähere Informationen zur kulturhistorischen Bedeutung der Felsen erhaltet Ihr auf der Homepage von Dr. Klaus Grote, dem Archäologen des Denkmalschutzamtes Göttingen (Stichworte „Abris“ und „Mesolithikum“).

Informationen

Weiterführende Informationen zum Göttinger Wald (z.B. zu Unterkünften, Gastronomie und einiges mehr) finden sich unter den nachfolgend sowie den in den Gebietsseiten aufgeführten Links: