Bodensteiner_Klippen_Winter_1
Foto: Thomas Vespermann, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Hainberg

Bodensteiner Klippen

Im südlichsten Bereich des Hainbergs finden sich eine größere Zahl von Sandsteinfelsen. Seit etwa 1920 werden die Klippen traditionell beklettert und stellen das bedeutendste Klettergebiet Niedersachsens im Kreidesandstein dar. Die Felsen ragen als Türme und Massive in einem Labyrinth kleiner Tälchen und Hohlwege aus dem Hang, wodurch die Orientierung nicht gerade einfach ist.

Achtung (Stand Juni 2014) : An den Felsen des Landkreises Wolfenbüttel herrscht derzeit Kletterverbot! Das Kletterverbot entbehrt unseres Erachtens jeder rechtlichen Grundlage! Siehe unser Newsmeldung vom 28.06. dazu.

Landkreis Goslar – Kletterregelungen
Nr. Felsname Zone Felskopf E
Wegwändchen I n
Südmassiv I n
Linker Steinbruchsporn I n
Rechter Steinbruchsporn I n
Südlicher Steinbruch II, III, I offen n
Steinbruchwändchen I n
Östliche Osterklippe I n
Östlicher Ostersporn I n
Nordöstl. Ostersporn I n
Östlicher Osterspornkopf II gesperrt n
Osterspornkopf I n
Osterklippe II offen n
Nordwestl. Ostersporn II offen n
Südostmassiv I n
Zwilling-Nebenmassiv I n
Zwillinge I n
Südliche Zwillingswand II, I offen n
Nördliche Zwillingswände I n
Wachtmeisterwände I n
Wachtmeister II, I offen n
Katzenpfote II, III, I offen n
Zwischenfels II gesperrt n
Katzenkopfmassiv I n
Katzenkopf II, I offen n
Südl. Studentenmassiv I n
Student II, I z.T. offen n
Östl. Studentenmassiv II, I gesperrt n
Glatte Wand II, III, I offen n
Glatte Wand Steinbruch II, III, I offen n
Oberer Hohlwegfels I n
Südl. Hohlwegeingang I n
Nördl. Hohlwegeingang I n
Westl. Hohlwegwände I n
Untere Hohlwegfelsen II, I gesperrt n
Hohlwegwand II, III, I offen n
Östl. Kesselspornwand II, I gesperrt n
Kesselsporn II, I offen n
Männlein im Walde II, I offen n
Zwergwand II, III, I offen n
Östliche Zwergwände I n
Zwergfelsen II, I offen n
Linke Winterwand II, I gesperrt n
Rechte Winterwand II, III, I offen n
Weiblein im Walde II, III offen n
Weibleinblöcke II, I gesperrt n
Östliche Winterwand II, I gesperrt n
Grosser Steinbruch I n
Östliche Sommerfelsen I n
Östliche Sommerwand II, III, I offen n
Seitentalfels II, I gesperrt n
Westliche Sommerwand II, III, I offen n
Strauchwändchen II, I gesperrt n
Kahle Kanzel II, I offen n
Honigwand II offen n
Wabenwand II offen n
Eichkatzblock II gesperrt n
Eichkatzwand II offen n
Südliche Eichkatzwand I n
Nordwestl. Strauchköpfe II, I z.T. offen n
Südwestl. Strauchköpfe I n
Risswandmassive I n
Dreirissige Wand I n
Landkreis Wolfenbüttel – Regelungsvorschlag
Nr. Felsname Zone Felskopf E
62.0 Braungelbe Talwand I p
63.0 Nördl. Braungelbe Wand I p
64.0 Braungelbe Wand II, I, III offen p
65.0 Bastei (Süd) I p
66.0 Bastei (Nord) II, III offen p
67.0 Ostturm II, III offen p
68.1 Mittelturm II, III offen p
68.2 Hauptturm II, III offen p
69.0 Südliche Gersfelsen I p
70.0 Gersfelsen II offen p
71.0 Östlicher Gersfelsen I p
72.0 Südliche Felsgasse I p
73.0 Nördliche Felsgasse I p
74.0 Sofaklippe-Vorblöcke I p
75.0 Sofaklippe II, III gesperrt p
76.0 Sofa-Nordostmassiv I p
77.0 Hüttensporn II, III, I offen p
78.0 Birkenwand I p
79.0 Fichtenk&oumlpfe I p
80.0 Schornstein II offen p
81.0 Klapf I p
82.0 Wetzstein I p
83.0 Futterkopf I p
84.0 Geroldstein II, I offen n
85.0 Hinkelstein II offen n
86.0 Nachkömmling I n
87.1 Südl. Jägerhausklippe I n
87.2 Nördl. Jägerhausklippe I n
88.0 Wohldenberg-Steinbruch I n
Erläuterungen
ND Naturdenkmal
Zone I Tabuzone (ganzjähriger Verzicht bzw. Sperrung, Ruhezone)
Zone II Status-Quo-Zone (Klettern nur auf den bestehenden Routen, keine Neutouren)
Zone III Entwicklungszone (Neutouren möglich)

Charakter

Die Felsen bieten vorwiegend Wand- und Rißklettereien, aber auch einige interessante Überhänge. Durch die charakteristische Wabenverwitterung des Gesteins herrscht oft ein verschwenderischer Reichtum an Griffen vor. Entsprechend überwiegt die Zahl an leichteren Klettereien (3. – 6. Grad), aber auch im 7. Grad ist noch einiges geboten. Die Wandhöhen liegen, mit Ausnahme des Wachtmeisters (21 m), zwischen 8 und 16 Metern.

Der ohnehin nicht besonders harte Sandstein ist nach Niederschlägen mit ganz besonderer Vorsicht zu genießen. Um uns alle Routen und Felsen zu erhalten, sollte daher nur bei trockenen Verhältnissen geklettert werden.

Sachsenweg 6-, Hauptturm
Peter im „Sachsenweg“ 6-, Hauptturm
(Foto: Peter Brunnert)

Zugang

Von Norden: An der Straße Volkersheim-Sehlde parken und zu Fuß über den Kammweg nach Süden zu den Felsen (ca. 15-30 Minuten)

Von Süden: Von der BAB-Anschlußstelle Bockenem in Richtung Lutter am Barenberge fahren. In Bodenstein links abbiegen und am Ortsende parken. Von dort aus dem Feldweg geradeaus weiter in den Wald folgen (ca. 15 Minuten). Um zu den nördlichen Felsen zu gelangen sind weitere 10-15 Minuten einzuplanen.

Strubichweg 6+, Hauptturm
Karsten im „Strubich-Gedenkweg“ 6+, Hauptturm
(Foto: Peter Brunnert)

Regelungen

Der gesamte Hainberg ist Landschaftsschutzgebiet und als FFH-Gebiet 120 „Hainberg“ gemeldet.

Landkreis Goslar:  Gemäß Landschaftsschutzgebietsverordnung vom 14.07.2008  gelten an den Felsen im LK Goslar (alle Felsen südlich von Hauptturm – Bastei – Braungelbe Wand) die Regelungen der im Mai 2007 aktualisierten und geänderten Kletterkonzeption (siehe Info vom 29.11.07).

Landkreis Wolfenbüttel: Landschaftsschutzgebiet, Verordnung von 1975 ohne Regelungen für den Klettersport.

Hier herrscht derzeit ein willkürlich verhängtes Kletterverbot!