Sankt Andreasberg

Kletterkonzeption – Regelungsvorschlag
Nr. Felsname Zone Felskopf E
  Dreibrodetal   (Granit, Grauwacke)
1.0 Dreibrodesteine (ND) I  
2.0 Dreibrodetalklippen I  
  Rehberg   (Granit, Grauwacke)
1.0 Hohe Klippe Nordwände (ND) I  
2.0 Hohe Klippe Hauptwand (ND) I  
3.0 Hohe Klippe Südwände (ND) I  
4.0 Wulffsschurre I  
5.0 Grabenhausklippen I  
  Sperrental   (Kieselschiefer, Grauwacke)
1.0 Glückaufklippen II, III, I gesperrt n
2.0 Obere Sperrlutterfelsen I n
  Matthias-Schmidt-Berg   (Diabas)
Vorderer Steinbruch p
Hinterer Steinbruch p
Oberer Steinbruch p
  Wäschegrund   (Diabas)
1.0 Andreasberger Roßtrappe I  
2.0 Wäschegrundklippen I n
  Breitenbeektal   (Diabas)
1.0 Breitenbeeksklippen I  
Erläuterungen
ND Naturdenkmal
Zone I Tabuzone (ganzjähriger Verzicht bzw. Sperrung, Ruhezone)
Zone II Status-Quo-Zone (Klettern nur auf den bestehenden Routen, keine Neutouren)
Zone III Entwicklungszone (Neutouren möglich)

Rund um St. Andreasberg sind einige Felsen geboten, die aus den verschiedensten, harztypischen Gesteinen aufgebaut sind. Von klettersportlicher Relevanz waren insbesondere die im Nationalpark liegenden Hohen Klippen auf der Ostseite des Rehberges sowie die noch zugänglichen Glückaufklippen.

An den Hohen Klippen, die sich aus Granit mit flach auflagerndem Grauwacke-Hornfels zusammen setzen, erkannte Goethe 1783 als erster, dass der Granit als magmatische Schmelze in die älteren Sedimentschichten eingedrungen ist. Diese Erkenntnis spielte in der Geschichte der Geologie für die Theorie von der tiefenvulkanischen Granitentstehung eine bedeutende Rolle.

Charakter

An den bis zu 20 Meter hohen, südexponierten Glückaufklippen gibt es einige Klettereien in unteren und mittleren Schwierigkeitsgraden.

Die Hohen Klippen boten einige recht interessante Klettereien an bis zu 30 Meter hohen Felsen. Weitaus attraktiver waren dort aber die guten Eisklettermöglichkeiten.

Zugang

Von Andreasheim, am nördlichen Ortsrand von St. Andreasberg, auf Kurweg zu den etwas oberhalb liegenden Glückaufklippen.

Zu den Hohen Klippen gelangt man vom Parkplatz am Rehberger Dammgrabenhaus aus, in dem man dem Rehbergergrabenweg weiter in östlicher Richtung zum Goetheplatz folgt. Der Stichweg vom Goetheplatz zu den Hohen Klippen ist weiterhin offen, wegen der historischen Bedeutung und des wissenschaftlichen Interesses an diesem Exkursionspunkt.

Regelungen

Die Andreasberger Roßtrappe liegt im Naturschutzgebiet „Bergwiesen bei St. Andreasberg“ und ist aufgrund des verordneten Wegegebots gesperrt.

Für die Felsen im Dreibrodetal, am Rehberg und im Breitenbeektal gilt ebenfalls ein Kletterverbot, aufgrund ihrer Lage im Nationalpark.

Informationen