Zecken:  Infektionsgefahr mit FSME im Harz ?

21. Juni 2003 • Veröffentlicht von  • Schreibe einen Kommentar
Die bisherige Beschränkung der Infektionsgefahr mit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auf Süddeutschland scheint nun der Vergangenheit anzugehören. Wir erhielten gerade per Weiterleitung (Danke Richard) folgendes eMail von Christian Waldeck, dem Obmann der Sportklettergruppe der TU Clausthal:

Liebe Leute,

ich möchte euch vor einer Infektionsgefahr mit FSME (Hirnhautentzündung) durch Zeckenbisse im Okertal und wohl auch restlichen Harz warnen. Leider gibt´s dafür einen traurigen Anlaß: Beim Klettern letzte Woche hat sich einer meiner Clausthaler Kletterkollegen im Okertal 2 Zecken eingefangen, die ihn mit der o.g. Erkrankung infiziert haben. Momentan liegt der arme Kerl im Krankenhaus auf der Intensivstation.

Also: Vorsicht ist angebracht!!!

Grüße
Christian

Im Gegensatz zur Borreliose werden FSME-Viren sofort beim Biß der Zecke übertragen, da sich die Viren im Speichel des Blutsaugers tummeln. Gegen FSME kann man sich allerdings impfen lassen; bei Borreliose helfen hingegen nur Antibiotika. Nähere Informationen über Zecken, Borreliose und FSME bietet die Fa. Baxter.

Update 06.08.2003: : Wie wir zwischenzeitlich erfahren haben, wurden die Zecken aus dem Okertal nicht untersucht, so dass keine konkrete Zuordnung möglich ist. Zu dem war der Betroffene zuvor, während der FSME-Inkubationszeit von 3-20 Tagen, einige Zeit in Bayern! Insofern kann diese Infektion also auch aus Bayern stammen, was durchaus sehr viel wahrscheinlicher ist! Eine Kurzinfo dazu findet sich auch auf der Internetseite der DAV-Sektion Goslar.

Sofern man die Zecke hat, welche einen gebissen hat, kann man sie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover untersuchen lassen. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 40,00 Euro.

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Dieser Artikel wurde verfasst von Nik

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