Salzhemmendorfer Wände

Kletterkonzeption – Regelungsvorschlag
Nr. Felsname Zone Felskopf E
0.1 Lönsturm-Steinbruch I p
0.2 Waldrand-Steinbruch I p
1.0 Unt. Salzhemmend. Bruch I p
2.0 Ob. Salzhemmend. Bruch I p
3.0 Bockshorn III, I gesperrt p
3.1 Mauer III, I gesperrt p
3.2 Kutter III, I gesperrt p
3.3 Zwinger III, I gesperrt p
5.0 Steinbruchwächter III, I gesperrt p
Erläuterungen
Zone I Tabuzone (ganzjähriger Verzicht bzw. Sperrung, Ruhezone)
Zone II Status-Quo-Zone (Klettern nur auf den bestehenden Routen, keine Neutouren)
Zone III Entwicklungszone (Neutouren möglich)

Bei den Salzhemmendorfer Wänden handelt es sich ausnahmslos um Steinbrüche, die zum Teil bereits stillgelegt sind oder, wie am Bockshorn, von denen Teilbereiche immer noch abgebaut werden. Das Bockshorn hat sich in den 90er Jahren zu einem wichtigen Ausweichgebiet entwickelt. Die Felsen Kutter und Mauer liegen auf dem Steinbruchgelände der Rheinkalk Gmbh innerhalb des Zauns und können nicht mehr beklettert werden.

Charakter

In den stillgelegten Bereichen des Bockshorn wurden in den letzten Jahren um die 80 Routen eröffnet. Der Haken an der Sache ist, daß sich die Schwierigkeiten meistens in den Graden 7 und 8 bewegen, und das Gebiet somit eher für die fortgeschrittenen Kletterer in Frage kommt. Die Felsen sind vorwiegend nach Süden und Westen ausgerichtet. Die Bandbreite reicht von diversen Bouldern bis hin zu 25 Meter langen Routen.

Zugang

Von Salzhemmendorf den Wanderweg Richtung Lönsturm folgen. Der Weg streift nach ca. 400 m den Steinbruch.

Regelungen

Der stillgelegte Steinbruchbereich ist als NSG vorgesehen, weil sich in den südlich an die Felsen angrenzenden Flächen seltene Orchideen und andere Raritäten angesiedelt haben. Daher ist die wichtigste Regelung: Nur den Zustieg von Norden zur Westwand zu benutzen, und von dort aus unter die Südwand und zum Zwinger gehen. Der Weg zwischen West- und Südwand ist mit roten Punkten markiert. Auf keinen Fall mehr südseitig über die Geröllhalde zur Südwand aufsteigen und ebenso wenig über die südseitigen Wiesen gehen!

Allerdings ist auch immer daran zu denken, daß in nicht allzu großer Entfernung noch aktiv mittels Sprengungen abgebaut wird! Aufgrund der steilen, blockigen Schutthalden an den Einstiegen ist das Gelände für Kurse ungeeignet. Alle Felsköpfe sind derzeit zugänglich. Ansonsten bis auf weiteres bitte die Vorschläge der Kletterkonzeption berücksichtigen.