Gruesse-aus-Grad4

Grüße aus dem 4. Grad

3. September 2014 • Veröffentlicht von  • Schreibe einen Kommentar

Seit einiger Zeit ist das Titelblatt des von der IG herausgegebenen Klemmkeils schön bunt. Zeit damit zu beginnen die Buntzität der „Szene“, denn es handelt sich hier, liebe Leser, ja um ein „Fanzine“, darzustellen.

Der Klettertyp „ich klettere ziemlich gut, ziemlich gefährliche Sachen und kann tolle Geschichten darüber erzählen“ ist ja in den Klemmkeilen schon vertreten. Und das ist auch gut so. Aber neben der Bundesliga, gibt es auch im Klettern die Kreisklasse (Alte Herren). Der Unterschied zum Fußball ist nur, das wir zeitgleich mit den Profis im selben Stadion zur gleichen Zeit spielen. Und weil dies manchmal etwas deprimierend ist, soll dieser Beitrag all diejenigen zum Klettern am Fels in wunderschönen Mittelgebirgen und zum Eintritt in die IG ermutigen, die eine 7+ als unerreichbar einstufen und sich dennoch in der Klettergemeinde wohlfühlen.

Uns gibt es auch, die Kletterer, die an der Schlüsselstelle einer 4+ gefühlt eine viertel Stunde den Fels massieren, um herauszufinden, wie der Riesengriff am besten hält. Kletterer, die am Lagerfeuer vielleicht durch ihre Grillkunst oder Wortwitze punkten, unter ihresgleichen mit Heldentaten (siehe 4+) prahlen, doch wenn Bundesligisten erscheinen, dann leise am Bier nippen und mit sich hadern, ob das überhaupt schon klettern ist, was von ihnen betrieben wird. Kletterer, die sich statt einer Hakenkommission eine Griffekommission wünschen: aus der Halle an den Fels – nein, nicht die Menschen, die Griffe!

Unser Weg an den Fels hatte mit viel Glück zu tun: wir fanden über unseren „Freund“ Google das Sicherungsseminar der IG Klettern. Ohne dieses wüssten wir heute nicht, das man mittels Bandschlingen, Kevlarschnüren, Keilen und Glocken alle 50 cm prima Sicherungen basteln kann. 12 Exen auf 10 Meter Wandhöhe – kein Ding- hilft dem untrainierten Nervenkostüm.

Unsere Kursleiterin im Seminar klärte uns nicht nur über die Haltbarkeit von Sonnenschirmen und den Unterschied zwischen Wald und Forst, sondern auch über die Existenz und die Ziele des kursgebenden Vereins auf.

IG Klettern? Was´n das? In der Halle kamen wir bis dato nur mit dem DAV in Berührung. Dass es sozusagen Vor-Ort-Hausmeister der IG für die Niedersächsischen Felsen gibt, wussten wir nicht. Woher die Haken kommen? Keine Ahnung – 8. Tag der Schöpfung, oder? Diese vertikale These hielt allerdings einer religionswissenschaftlichen Prüfung nicht Stand – daher also nichts wie rein in die IG Klettern.

Jedem Felskletterer, der in Niedersachsen einem Bohrhaken sein Leben anvertraut, sollte bewusst sein, das dieser nicht gewachsen ist, sondern von den Kletterverbänden eingebohrt wurde und im Zweifelsfalle auch ersetzt wird.

Beitrittsformular hier auf der Seite, T-Shirts auf Anfrage, Grüße aus Grad 4,

Ried & Justus

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Dieser Artikel wurde verfasst von Axel Hake

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