InfoBlatt 2001

31. Januar 2001 • Veröffentlicht von  • Schreibe einen Kommentar

Kletterkonzeption – Stand der Dinge

Bezüglich unserer Kletterkonzeption haben sich gegenüber dem letzten Jahr leider noch keine Änderungen ergeben. Der alte und somit derzeitige Stand ist der folgende:

Die Kletterkonzeption wurde im März 2000 an den niedersächsischen Umweltminister übergeben und nachfolgend auch an die zuständigen Bezirksregierungen und Landkreise versandt. Zum weiteren Vorgehen gab es im Oktober 2000 in Hannover einen Termin, in dem seitens der Bezirksregierungen ein Plausibilitätsgutachten angekündigt wurde. Danach sollte dann unsere Konzeption als Gesamtkonzeption weiter diskutiert und der Verwirklichung nähergebracht werden.

Die im Dezember 2000 aus dem Umweltminsterium mitgeteilte Linie, daß die Landkreise über die weitere Umsetzung entscheiden sollten, kann uns nicht befriedigen, weil sie die Gesamtbetrachtung zerstören würde. Auch in den Behörden halten wesentliche Fachleute dieses Vorgehen nicht für sachdienlich. Wir versuchen derzeit also wieder im Landtag Überzeugungsarbeit für den Wert der Kletterkonzeption als Gesamtkonzeption zu leisten.

Vor Ort ist jedoch schon trotzdem von den die Gebiete betreuenden Gruppen zu handeln:

  • Wo Regelungen bereits laufen (z.B. Ith, Kanstein) sind die laufenden Wegebau- und Wegereparaturarbeiten usw. wie üblich weiter zu leisten, damit die Wege und sonstigen Lenkungsmaßnahmen gleich zu Beginn der neuen Saison wirksam sind.
  • Wo die Kletterkonzeption bereits von den Landkreisen als Leitlinie akzeptiert worden ist (Landkreis Goslar mit Okertal und südlichen Hainbergklippen), da sind die dafür nötigen Arbeiten jetzt schon zu leisten.
  • Wo noch keine Regelungen bestehen können wir uns vorbereitend schon jetzt entsprechend der Kletterkonzeption verhalten. Auch Kontakte mit Behörden, Eigentümern u.a. sollen gepflegt werden. Von Wegebau- und Markierungsarbeiten ist jedoch noch abzusehen. Die Betreuer solcher Gebiete sollten sinnvollerweise zunächst in den anderen Gebieten aushelfen.


Einzelmeldungen zur Umsetzung der Kletterkonzeption

  • Im Okertal gab es im April 2000 durch die Umsiedlung des Wanderfalken von der Rabowklippe auf die Uhuklippe gleich vertiefte Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreis Goslar und mit dem Forst. Diese führten dazu, dass dort die Kletterkonzeption als Grundlage der Regelung von Fragen des Kletterns und Naturschutzes angenommen wurde.

    Zugleich wurde vom AKN Harz ein Großeinsatz zum Fällen stark verschattender Fichten organisiert, um die Felsen freizustellen. Die Aktion wurde von Kletterern aus den Sektionen Goslar, Braunschweig und Hannover im Juni und September 2000 an der Rabowklippe und an den Scheckenköpfen durchgeführt. Diese Maßnahme dient sowohl dem Naturschutz (Bewahrung seltener lichtliebender Pflanzen) als auch dem Klettern (luftigere, rascher abtrocknende Routen). Zugleich wurde begonnen, die freien und die gesperrten Bereiche an den Felsen durch Anbringen der international üblichen Farbmarkierungen am Fels (x = gesperrter Bereich, Pfeildreieck = zulässiger Einstieg, Zustieg, Abstieg) zu kennzeichnen.

  • Wir haben mit der Kletterkonzeption den mit 10.000 DM dotierten 1. Platz beim Feldschlößchen-Naturschutzpreis 2000 belegt. Das Geld wird für die Umsetzung der Kletterkonzeption eingesetzt.
  • Für den südlichen Teil der Hainbergklippen (alles südlich der großen Klippenkette mit Hauptturm, Bastei und Braungelber Wand) gilt die Kletterkonzeption bereits ebenfalls, seit Dezember 2000.
  • Im Wurmberg-Steinbruch brütet jetzt auch der Wanderfalke, weshalb dort auch mit einer Sperrung bis zum 31. Juli zu rechnen ist.
  • Im März 2001 soll im Okertal durch das zuständige Forstamt die Freistellung der Adlerklippen erfolgen, in dem dort die inzwischen sehr stark verschattenden Fichten gefällt werden. Von uns wird dabei nur ergänzende Arbeit im Felsbereich nötig sein.
  • Außerdem ist wie in jedem Jahr die landesweite Schutzfrist vom 1.2. bis 31.7. an Wanderfalkenhorsten bekannt zu machen und für ihre Beachtung zu werben. In dieser Zeit darf an bestoßenenen Brutfelsen nicht geklettert werden. Im Okertal werden ab 1.2. sowohl Uhuklippe als auch Rabowklippe gesperrt. Sobald klar ist, an welchem Felsen der Falke in diesem Jahr brütet (bis Ende März erkennbar), wird der andere Felsen wieder freigegeben.

Zum Schluss wiederholen wir unser Angebot, die Kletterkonzeption in Sektionsgruppen von Kletterern und Wanderern persönlich vorzustellen und dazu weitere Informationen aller Art zu geben.

Zugleich bitten wir um konstruktive Mitarbeit, vor allem durch Beachtung der in der Kletterkonzeption vorgelegten Regelungen und durch Werbung für ihre Einhaltung durch alle Kletterer. Für den Fall, dass Unklarkeiten oder Konflikte auftreten, nachfolgend unsere Kontaktadressen:

Richard Goedeke Siekgraben 56
38124 Braunschweig
Tel.: 0531 / 614 91 40
Fax.: 0531 / 261 15 88
Götz Wiechmann Heiligenröder Str. 87
34123 Kassel
Tel.: 0561 / 579 05 05
Tel.: 0561 / 529 64 33
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Dieser Artikel wurde verfasst von Nik

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