Bouldern in Norddeutschland – Gebiete, Probleme und Regeln

6. April 2022 • Veröffentlicht von  • Schreibe einen Kommentar

Bouldern erfreut sich zunehmender Beliebtheit – darum haben wir uns im Livestream des ROXX Kletterzentrums (findet ihr bei Youtube unter „Was ist los an unseren Felsen“) damit mal eingehender beschäftigt. Ich habe aus den Inhalten eine kleine Präse gebastelt:

Bouldern-in-Norddeutschland.pdf

Das Bild zeigt übrigens Heiko Apel im Okertal – Hottis Dach 6c an den Studentenklippen.

 

Das sollte man beachten:

BOULDERREGELN

  • Vegetation und Putzen

Das Beseitigen von Vegetation ist ebenso wie das Verändern der Felsoberfläche, z.B. durch grobes „Putzen“, grundsätzlich verboten. Das gilt auch für Lagerbereiche unter den Felsen.

  • Landebereiche

Natürlich will man die Verletzungsgefahr durch Optimieren der Landezone verringern. Naturschutz, Förster und Grundeigentümer sehen es aber nicht gerne, wenn man im Boden herumgräbt oder Holzstapel aufschichtet, damit die Matte gerade liegt.

  • Chalk

Chalk ist ein chemischer Stoffeintrag und verändert die Bodenchemie und das Pflanzenwachstum. In Sandsteingebieten ist die Verwendung daher teilweise verboten. Chalk ist hyrdroskopisch, er „zieht“ Wasser. Nachts, wenn die Temperatur fällt, kondensiert das Wasser der Umgebungsluft an der Felsoberfläche und die Chalkschicht wird „schmierig“. Das ist nur durch sparsame Anwendung und Putzen zu vermeiden. Chalk ist der HAUPTKONFLIKTGRUND mit privaten Felseigentümern.

Alternativen: Hände an der Hose oder Tuch abwischen, Sägemehl im Chalkbeutel, Pof oder Liquid Chalk. Verwendet Chalk nur dann, wenn ihre es wirklich braucht!

  • Musik, anfeuernde Rufe

Lärm oder allgemein „die Ruhe der Natur“ störendes Verhalten ist in vielen Verordnungen verboten. Ihr seid nicht allein in der Natur. Daher: Still sein!

  • Feuchtigkeit

Sandstein verliert durch Feuchtigkeit massiv an Festigkeit. Lasst unseren Sandsteinfelsen nach Regen einen Tag Zeit zum Abtrocknen, sonst beschädigt ihr die Felsoberfläche!

  • Nachts bouldern?

Licht ist eine die Tiere störende Emission. Daher verzichtet auf Nachtbouldersessions. In einigen Verordnungen ist das sogar verboten (Klettern z.B. nur von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang). Auch aus Jagdgründen ist nachts der Wald zu meiden.

  • Parken

Parkt nicht Feldeinfahrten oder Waldwege zu. Landwirtschaftliche und Forstfahrzeuge brauchen drei Meter Durchfahrtbreite.

 

Und jetzt viel Spaß beim Blöckeln!

Axel

 

 

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Dieser Artikel wurde verfasst von Axel Hake

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