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Das Wetter wird dieses Wochenende…naja, nordisch by nature, da ist es nicht schlimm, wenn man auf der GÖ-WALD-PARTY 2017 abgefeiert hat und am Sonntag doch nicht an den Fels kommt. Was erwartet uns dieses Jahr?

Tagsüber: Wir möchten euch am 09.09. wieder zur sandigsten aller Kletter- und Tanzveranstaltungen nach Thalwenden / Thüringen einladen. Und damit euch nicht langweilig wird, haben wir uns natürlich auch wieder extra für euch ein besonderes Schmankerl ausgedacht.

In diesem Jahr gibt es für euch eine harte Prüfung zu meistern! Unser ultimativer „Göcathlon“ (Wiesental-Zehnkampf) wartet auf euch und euren Seil- und Mattenpartner und fordert den / die ganzen KlettererIn in euch. Dabei steht weniger das schwere Anreißen im Vordergrund, sondern vielmehr lebenswichtige Fertigkeiten rund um den Klettersport im weitesten Sinne. Der Umgang mit dem Clipstick oder das Erkennen von archäologischen Funden sollten beispielsweise beherrscht werden. Ein harten Brocken großer Spaß für KlettererInnen aller Könnensstufen! Anmelden könnt ihr euch als Zweier-Team ab 11 Uhr an der Kaffeebar im Wiesental, da gibt es dann auch nähere Details, Spielregeln etc. Bis 17 Uhr müsst ihr dann abgeliefert haben. Die vier besten Teams kommen ins Shootout-Finale, das Abends auf der Party ausgetragen wird und dürfen sich wieder auf coole Sachpreise freuen.

Abends: Anfang des Jahres hat der Besitzer des Campingplatzes seine Hütte umgebaut und die Seitenwände geschlossen, so dass es nun regensicher und warm ist und wir diesmal eine richtige Tanzfläche haben. Also kommt das Tanzbein schwingen! Die Musikauswahl pendelt wie üblich um Indie / Rock / Elektro / Swing / Balkan / Cumbia, je nachdem wer gerade am Plattenteller steht.

Essenstechnisch: Tagsüber wird zentral im Wiesental wieder die Kaffeebar mit bestem Outdoor-Latte-Macchiato und selbst gebackenem Kuchen aufgebaut. Abends gibt´s Pizza aus dem Holzofen (kann nach eigenem Gusto zusammengestellt werden): fleischig € 8.- / vegetarisch € 7.- Vom Grill: Thüringer Bratwurst mit Salatbeilage € 3.50 / Steak mit Salatbeilage € 5.50 Getränke: Bitte verzichtet darauf, eigene Getränke ins Partyzelt mit zu bringen, es ist für alles gesorgt und die Preise sind sehr freundlich gerechnet…

Und sonst? Filmvorführung: Was kann härter sein als „Hard Grit“? Vielleicht nur der norddeutsche Granit? Der Okertaler Kletterfilm-Klassiker „Harz Grit“ zeigt Szenen aus dem Land der Wollsackverwitterung, des Fichtendickichts und der blutenden Hände. Dazu gibt es die passenden T-Shirts zu erwerben.

Kommt vorbei und feiert mit uns!

Das GöWaldPartyTeam“

 

Was lange währt… Der Landesverband Nord des Deutschen Alpenvereins hat seine neue Internetseite mit vielen Infos und Angeboten rund um Klettern, Bergsteigen, Naturschutz, Familiengruppen der norddeutschen Sektionen hier im Mittelgebirge und in den Alpen online gestellt.

Schwerpunkt sind natürlich die Verbandsthemen rund um Wettkampfport, Naturschutz und den Erhalt unserer Klettergebiete. Aber auch der Breitensport, den sicherlich die meisten der 50.000 DAV-Mitglieder in Norddeutschland betreiben, wird nicht zu kurz kommen.

Alle Infos des Landesverbandes auf einem Portal – schaut mal rein: http://www.dav-nord.org/

 

Lang ist die Geschichte des Kletterverbots an den Naturdenkmalen im ehemaligen Landkreis Osterode im Südharz:

2005 wurde dies ohne Verbandsbeteiligung von Landessportbund, DAV und IG Klettern beschlossen. Da das Verbot jedoch nicht an den betroffenen Felsen ausgeschildert wurde (unter anderem der Einhornfels und der viel bekletterte Römerstein), erfuhren wir erst im Jahr 2007/2008 davon, als Kletterer von Forstarbeitern und dem Grundeigentümer des Einhornfelsens auf das Verbot hingewiesen wurden. Der Landkreis erklärte sich nach Gesprächen bereit, die Naturdenkmalsverordnung mit einer Kletterregelung auf Grundlage eines naturschutzfachlichen Gutachtens zu überarbeiten. Wir kartierten daraufhin alle Felsen im Landkreis inklusive der Kletterrouten und im Frühjahr 2015 war das Gutachten, das von Landkreis und Kletterverbänden je zur Hälfte finanziert wurde, fertig.

Gemeinsam besprachen wir im Dezember 2015 mit Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde, dem Gutachter und einem Mitglied des Umweltausschusses die Ergebnisse und einigten uns auf die Kletterergelungen in der Verordnungsüberarbeitung. Diese sahen unter anderem die Aufhebung des Kletterverbots am Römerstein vor, da das Klettern hier naturschutzfachlich unbedenklich gewesen wäre und eventuell eintretende Schäden durch bereits gesperrte Flächen hätten ausgeglichen werden können.

Leider verschleppte sich die Umsetzung der Überarbeitung und Anfang 2016 wurde uns bekannt, das die Landkreise Osterode und Göttingen fusionieren würden. Wir stellten daraufhin im Juni 2016 einen Antrag auf Aufhebung des Kletterverbots nach §67 Bundesnaturschutzgesetz. Die Aufhebung ist dann möglich, wenn ein „überwiegendes öffentliches Interesse“ an der Aufhebung besteht und für etwaige Schäden an anderer Stelle ein Ausgleich vorhanden ist, diese mithin unter der Schwelle der erheblichen Beeinträchtigung liegen. Die naturschutzfachliche Unbedenklichkeit hat das Gutachten des Büros Thiel bestätigt.

Da der DAV für 20.000 Mitglieder in Niedersachsen spricht, der Landtag sich 2002 für die Entwicklung des Kletterns auf Basis der Kletterkonzeption ausgesprochen hat (die Klettern am Römerstein vorsieht), die Realgemeinde Steina, auf deren Grund der Römerstein liegt, sich für die Aufhebung des Kletterverbots ausgesprochen hat und zusätzlich Jugendgruppen der Jugendbegegnungsstätte Tettenborn (das Nachbardorf) die Felsen gerne erlebnispädagogisch nutzen wollen, halten wir das „überwiegende öffentliche Interesse“ für gegeben. Die lokalen Felsbetreuer hatten mehrfach Felsfreistellungen und Müllsammelaktionen am auch von Wanderern gerne besuchten Römerstein durchgeführt.

Leider hat der Landkreis Osterode den Antrag vor der Fusion im November 2016 nicht mehr entschieden, obwohl die UNB sich bereits mündlich für die Aufhebung ausgesprochen hatte. Der Landkreis Göttingen hat uns nach mehrfacher Anfrage am 10.08. nun folgendes mitgeteilt: „Gründe für eine Befreiung vermag ich derzeit nicht zu erkennen“.

Im Rahmen der Sicherung des FFH-Gebiets 136 „Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa“ soll aber eine Kletterregelung für den Römerstein Bestandteil der neuen Verordnung werden. Die Umsetzung der FFH-Sicherung müsste nach Zielvereinbarung der Landkreise mit dem Land Niedersachsen noch im Jahr 2018 erfolgen.

Uns ist unverständlich, warum der LK die Sperrung aufrechterhält, aber gleichzeitig eine Kletterregelung in Aussicht stellt. Sehr vieleleganter wäre es, dem Antrag stattzugeben und die besprochene Regelung in die neue Verordnung zu übernehmen. So bricht der LK Göttingen die mit dem LK Osterode getroffene Vereinbarung und unterläuft die Kontiniutät des Verwaltungshandelns.

Wie wir mit der Ablehnung umgehen, werden wir nach einem Sondierungsgespräch in der UNB Göttingen festlegen. Wir informieren, sobald es etwas neues gibt.