Navigation

IG KLETTERN NIEDERSACHSEN

Der Verein
Ziele
Aktuelles
Klettern und Naturschutz

Mitglied werden

Ausbildung
Kursprogramm
Team

Sperrungen
Temporär
Ganzjährig

Der Klemmkeil
Geschichte
Redaktion
Ausgaben

Hakenkommission
Sanierung und Sicherheit

Gebietsbetreuung
Neutouren- und Sanierungsappell
Wegebau
Vogelschutz

Klettergebiete
Übersicht & Infos
Kursfelsen
Kletterführer
Camping & Hütten

Downloads
Verein
Positionen
Konzeption Topos Gutachten
Rechtlicher Rahmen
Naturschutz

Impressum
Datenschutz

Nachdem der Konflikt um die Sperrung der Bodensteiner Klippen durch den Landkreis Wolfenbüttel auf Antrag des Grundeigentümers Bernward Richert Im Sommer letzten Jahres hohe Wellen schlug, ist es nun etwas stiller geworden. Aber auch im Stillen wird gearbeitet.

Zur Erinnerung: Gleich nach Bekanntwerden des Kletterverbots im Juni 2015 hat Richert die Sicherungshaken an den Felsen, darunter auch einige kulturhistorisch bedeutsame aus den 20er-30er Jahren, absägen lassen. Das Kletterverbot wurde mit einer unzumutbaren Belästigung des Grundbesitzers und Gefährdung Dritter durch Feuer und abbrechenden Fels begründet.

Das FFH-Gutachten für das Gebiet dagegen weist eine besonders hohe Gefährdung der Biotopstandorte an den Felsen durch die standortfremde Bestockung mit Fichten aus, wie man am obigen Foto des Hauptturmes gut sehen kann: Noch in den 30er Jahren standen die Felsen völlig frei und wiesen besonders gute Standortbedingungen für lichtliebende Pflanzen auf, die durch den ortsuntypischen Fichtenwald nun gefährdet sind. Für die ökologisch sinnvolle Waldbewirtschaftung ist der Grundbesitzer zuständig.

Der DAV und die IG Klettern haben Ende Juni 2015 Widerspruch gegen den Kletterverbotsbescheid eingelegt und die von Fachjuristen verfassten Begründungen Ende Oktober nachgereicht. Der Ball liegt nun wieder im Feld des Landkreises. Nach Ausunft unserer Anwälte hat der Landkreis bis Anfang Februar Zeit, das Kletterverbot selbst zu korrigieren. Falls nötig, werden wir im Februar Klage vor dem Verwaltungsgericht einreichen.

Der DAV München unterstützt den DAV Landesverband dabei.

Schon seit 2006 ist an den Naturdenkmalen im Landkreis Osterode das Klettern verboten. Dies betrifft den Hübichenstein, die Schulbergklippen, Brandköpfe (geschützter Landschaftsbestandteil), Westersteine und den Römerstein (siehe Bild oben). Die einzigen Felsen, an denen Klettern derzeit erlaubt ist, sind die Burgruine Scharzfeld, die Felsen des Bühberg und die Knickelbergklippen.

Die Naturschutzbehörde des Landkreises hat sich bereit erklärt, auf Grundlage eines Fachgutachtens die ND-Verordnung zu überarbeiten und das Klettern dort wieder zuzulassen, wo keine naturschutzfachlichen Erwägungen entgegenstehen. Das Gutachten, dessen Kosten der Landkreis und die Kletterverbände geteilt haben, wurde 2014/15 angefertigt. Zusammengefasst sind die Biotopstandorte an den Felsen des Landkreises Osterode in vielen Bereichen sehr sensibel und Lebensraum vieler gesetzlich geschützter Arten.

Am 17. Dezember 2015 trafen sich die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde unter Leitung von Rainer Scholz, der Verfasser des Fachgutachtens Hjalmar Thiel, der Vorsitzende des Umweltausschusses des Kreistags Raymond Rordorf, Richard Goedeke und Axel Hake für die Kletterverbände, um über die Ergebnisse des Gutachtens zu beraten.

Für viele Felsgruppen wurde ein Konsens erzielt. Bei einigen wird eine Nachbetrachtung notwendig werden, die erst nach Abschluss des Winters vorgenommen werden kann. Für die unstrittigen Felsen können die  Naturdenkmalsverordnungen nun überarbeitet werden, danach stehen sie im Kreistag zum Beschluss. Dieses Verfahren wird nicht vor Ende des nächsten Jahres abgeschlossen sein, so dass auch 2016 Römerstein und co. weiter gesperrt bleiben.

IG Klettern und DAV haben ihre Unterstützung bei der Umsetzung der Regelungen angeboten, wie es auch schon vor Bekanntwerden der Sperrungen 2009 durch unseren Gebietsbetreuer Manuel Wedler gute Praxis war.

Gerade ist es Winter geworden, da stehen schon die ersten IG Kurstermine für unseren Klassiker „Aus der Halle an den Fels“ fest:

9.-10. April 2016, 19.-20. Mai 2016 (Donnerstag/Freitag), 25.-26. Juni 2016, 9.-10. Juli 2016

Weitere Kursangebote und aktualisierte Termine findet Ihr hier auf der Seite unter Ausbildung / Kursprogramm.

Und jetzt viel Spaß im Schnee!

ACHTUNG: DIESE NEWESMELDUNG IST DURCH DIE NEUE PARKPLATZREGELUNG ÜBERHOLT. Der erwähnte ungeteerte Weg ist gesperrt. Bitte davor an der Straße parken und den Rest des Weges zu Fuß gehen.

Stephen Grage hat dankenswerterweise den neuen Zugang zum Zirkus beschrieben, da durch die Erweiterung des Steinbruchareals die bisherige Route über den Limberger Weg nicht mehr benutzbar ist. Diese Route ist der neue offizielle Weg für die Wanderer und Kletterer, die sich am Nordwestende des Thüster Bergs vergnügen wollen:

Von Salzhemmendorf fährt man die Hauptstraße südlich in Richtung Thüste/Wallensen. Nach einem Kilometer biegt man links auf einen kleinen Fahrweg (Eggerser Straße) ein. Nach 250 Meter nicht nach rechts Richtung Levedagsen, sondern geradeaus auf den ungeteerten Weg. An der nächsten Abzweigung rechts und bis zum Waldrand fahren. Dort parken. Man befindet sich etwa 500 Meter südöstlich des alten Parkplatzes und kann von dort wie bisher zum Zirkus, den Pilzfelsen und zur Bastion gehen. Bitte parkt rücksichtsvoll, damit diese Parkmöglichkeit erhalten bleibt.
Am Zirkus wurde großflächig Holz geschlagen. Es sieht dort derzeit sehr wüst aus. Klettern sollte aber gehen…