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Liebe Kletterinnen, liebe Kletterer,
 
wie jedes Jahr versuchen wir, uns ein spannendes Thema aus den Kletterfingern zu saugen. Damit es möglichst interessant zum Lesen ist, haben wir die letzten Jahre über versucht wegzukommen von Themen wie „mein tollstes Klettererlebnis auf Reise XY“. Am besten fanden wir immer Artikel, wo sich jemand wirklich Gedanken zu einem speziellen Thema gemacht hat. Wenn das mit einem Reise- und Klettererlebnis zu tun hat, dann ist das natürlich absolut ok. Und so haben wir uns für dieses Jahr das Thema
 
„Klettern, Technik und die Medien“
 
ausgedacht. Da kann man ganz viel zu schreiben bzw. muss vielleicht auch erstmal drüber nachdenken. Hier sind einige Gedankenanstöße, die uns auf das Thema gebracht haben:
 

  • Das Klettern und Bergsteigen hat eine immense technische Entwicklung durchgemacht. Von der technischen Kletterei mit Haken und Leitern, Entwicklung moderner Kletterschuhe (ganz neu und heiß: GP-Rubber) über das Verwenden von Kneepads bis hin zu Risshandschuhen. Chalk, Flüssigchalk, Sauerstoff beim Höhenbergsteigen oder der neueste Schrei: Xenon-Gas zur Akklimatisation vor dem Kurztrip zum Everest. Wie empfindet Ihr das? Wie hat Technik oder Material Eure persönliche Entwicklung beeinflusst? Benutzt Ihr einen Clipstick? Wart Ihr ohne diesen früher mutiger? Ist vielleicht sogar ein Teil des Abenteuers Klettern verloren gegangen durch technische Hilfsmittel? 
     
  • Wie haben die Technik und die Medien das Klettern beeinflusst? Vor allem also Social Media. An der Spitze der Elite, wo Sponsoring eine wichtige Rolle spielt, geht es nicht nur um die höchsten Grade, sondern auch um die mediale Aufbereitung und Präsentation. Wie erlebt Ihr das? Klettert Ihr wirklich nur für Euch, oder doch manchmal für die Tickliste? Wie sucht Ihr Eure Kletterziele aus? Inspiration durch Fotos oder Videoclips? Nutzt Ihr das Kilter- oder Moonboard zum Training?
     
  • Hat sich Eure Klettertechnik im Laufe der Jahre gewandelt? Seid Ihr vielleicht sogar noch mit der Dreipunktregel groß geworden? Oder seid Ihr ganz neu beim Klettern und hüpft und swingt durch die Boulder wie unsere behaarten Vorfahren?
     
    Wir hoffen, dies inspiriert Euch dazu, Euch zu diesem Thema Gedanken zu machen, diese aufzuschreiben und uns zuzusenden. Einsendeschluss ist wie immer der 10. Oktober.
     
    Wir freuen uns auf Eure Zuschriften!
     
    Eure Klemmkeil-Redaktion
    Mathias, Tweet, Axel, Angie, Patrick und Meike

13 Jahre lang dreht sich immer mal wieder ein Haken am benutzerfreundlich eingebohrten Ebereschenfels im Kanstein. Das war zwar nicht gefährlich, aber verunsichernd. Die „Kommission Sanierung und Sicherheit“ bekam regelmäßig Meldungen über das Internetformular auf der IG-Seite dazu.
In einer konzertierten Aktion wurden zum Saisonbeginn die rund 40 torsionsfreundigen Haken von Arne Grage, Lucas Hilsmann und mir ausgebohrt und drehfest wieder im Fels platziert. Der gut gesicherten Kletterfreude steht nun nichts mehr im Wege.


Für die ersten Schritte aus der Halle an den Fels ist der Ebereschenfels bestens geeignet – hallenähnliche Hakenabstände in 23 Routen zwischen 4 und 7 auf engen Raum, das gibt es im Norden nicht so oft – geht hin und genießt!

PS, es gibt auch viele gute Keilstellen – optimal um während des Bohrhakenkletterns das Keilelegen zu üben.

PPS, die Haken in unseren Gebieten werden übrigens von der IG bezahlt – von eurem Mitgliedsbeitrag von 30 Euro/Jahr.

Die Bundeswehr will ein Rekrutierungscamp mitten im Nationalpark durchführen. Der Nationalpark ist dagegen, hat aber keine rechtliche Handhabe. Die Brockenfläche gehört dem Landkreis, der die Veranstaltung genehmigt hat. Als Alternativgelände bietet sich das Bundeswehrgelände am Regenstein bei Blankenburg an.

Eine Petition bei change.org, die die IG Klettern unterstützt, wendet sich gegen das Vorhaben der Bundeswehr.

Hier der link zur Petition:

https://www.change.org/…/nein-zum-geplanten-bundeswehr…

Hier der Text der Petitionsverfasser bei change.org dazu:

„Das Problem

Im Mai diesen Jahres will die Bundeswehr ein zweiwöchiges Karrierecamp auf dem Brocken abhalten. Geplant sind unter anderem Hubschrauberlandungen und Tiefflüge, durch die Brutvögel und streng geschützte Tierarten wie die Ringdrossel gerade in der Brut- und Setzzeitmassiv gestört werden.

Trotz Kritik durch die Verwaltungsspitze des Nationalparks Harz halten die Bundeswehr und der Landrat des Landkreises Harz, Herr Thomas Balcerowski, weiter an den Plänen für das Camp fest.

Seitens des Nationalparks wurde – neben den ausreichend verfügbaren anderen Veranstaltungsflächen, über die die Bundeswehr verfügt – eine Ausweichfläche angeboten. Dies lehnte ein Sprecher der Bundeswehr ab.

Der Harz, besonders der Brocken, ist besonders schutzbedürftig. Zuhause von Ringdrossel, Luchs und Wildkatze, das Quellgebiet vieler Flüsse und Kulturlandschaft. Auch beherbergt er subalpine Pflanzenarten, die kaum woanders vorkommen. 

Diese Petition fordert, dass das geplante Camp der Bundeswehr nicht stattfindet, damit die sensible Vegetation des Harzes nicht durch unnötige Trittbelastungen zerstört  und die Brut- und Rückzugsorte hiesiger Vogel- und Tierarten nicht gestört werden.“

Mal wieder liegt ein munteres Jahr hinter uns.

Ein kleines Klettergebiet (Shilo Ranch) ging uns durch Besitzerwillkür der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz verloren, andere wachsen an Routen, Kletterbereiche wurden verschoben, kleinere Gebiete entstehen neu.
Die Sanierung geht voran, verschlissene Umlenker wurden gesetzt, alte Bohrhaken getauscht. Nur in ganz abwegigen Gebieten oder Routen schauen uns noch rostige, von Hand gesetzte Bohrhaken aus den 80ern an.
Die Kooperation mit dem ehrenamtlichen Vogelschutz funktioniert prima, in acht unserer Klettergebiete brüten Uhus oder Wanderfalken. Die kletternden Vogelschützer sperren ab, überprüfen den Bruterfolg, entsperren und säubern die Plätze, verbessern die Brutplätze für das nächste Jahr.

Zustiegswege wurden optimiert und Kletterbereiche ausgeschildert. Menschen haben in Kursen der IG ihre Kompetenzen im mobilen Sichern und in Mehrseillängenklettern erweitert.

Der Klemmkeil ist wieder in frischer Pracht, maximaler Seitenzahl und Inhaltsdichte erschienen. Daneben wurde mit Behörden und Besitzern verhandelt, Stellungnahmen zu Verordnungen abgegeben, Verträge geschlossen.


Wir sind insgesamt zufrieden. Vielen Dank an Euch alle in der Klettercommunity, die dazu beigetragen haben.

Und wir haben auch noch viel geklettert – dafür machen wir das ganze ja, um einfach weiter kettern zu können.

Wir wünschen uns allen zusammen schöne entspannte Tage über´s Fest und zwischen den Jahren und nächstes Jahr geht´s weiter mit dem schönsten Sport der Welt. Die Tage werden zum Glück schon wieder länger.

Euer Vorstand und die Aktiven der IG Klettern

Das von uns gewählte Thema „Seilschaften und Kletterbeziehungen“ hat erfreulicherweise viel Anklang gefunden und den einen oder anderen neuen Autor zum Schreiben inspiriert. Darüber haben wir uns sehr gefreut! Und so haben wir für Euch erneut ein Heft mit der maximalen Seitenanzahl von 156 Seiten zusammengeschustert. Wieder mit vielen lustigen Illustrationen von Tweet und Cartoons von Patrick. Und erfreulicherweise ist auch Erbse wieder mit dabei, diesmal mit einem richtig langen Cartoon, der zum Thema wie die Faust in den Riss passt. Und ja, auch bei uns ist die KI in die Redaktion eingezogen. Aber zum Glück bisher nicht zum Schreiben, sondern nur bei einigen symbolischen Bildern, die Tweet passend zu den Artikeln generiert hat. Auch hat sie dem Heft ein kleines „Facelift“ verpasst, um das Design und Layout für Euch etwas aufzufrischen. Wir hoffen, Ihr habt wieder viel Freude am neuen Heft beim Lesen und Durchstöbern und fühlt Euch durch die ein oder andere Anekdote an Selbsterlebtes erinnert.

Mathias & Tweet, Angie, Axel, Meike und Patrick